QI – G O N G nach Meister Li Feng-shan

Baumübung (Visualisation):

Füße in Schulterbreite parallel zueinander stellen, Knie nicht blockieren, Schädeldecke leicht nach oben drücken, so daß die Wirbelsäule gerader wird und dabei Schultern locker hängen lassen.

Dreimal tief ein- und ausatmen und dabei die inhalierte Luft verfolgen, wenn sie durch die Nase, Hals und Lungen strömt.

Dann die Augen schließen und sich an eine angenehme, gut gelaunte Situation erinnern, so das wir ein heiteres, entspanntes Lächeln verspüren, das sich vom Mund und den Augen über das ganze Gesicht ausbreitet.

Dieses Gefühl der heiteren Entspannung lassen wir sich nach oben bis zur Stirn ausbreiten, die sich ebenfalls entspannt und wohlfühlt, denn überall wo dieses entspannende Lächeln vorbeistömt, lockern sich die Muskeln und das Gewebe und fühlen sich wohl.

Wir lassen das Lächeln hinauf zur Schädeldecke fließen und am Hinterkopf wieder hinabströmen und von dort ins Genick, wo sich ebenfalls alle Anspannung auflöst. Von dort stömt es weiter nach unten und teilt sich zwischen den Schulterblättern nach links und rechts um dann in die Schultern zu fließen.

Die Schultern lockern sich nun noch mehr, und das heitere, entspannende Lächeln strömt die beiden Arme herunter, über die Oberarme und Ellbogen in die Unterarme, und von den Unterarmen in die Hände. Die Hände werden dann warm und mögen angenehm kribbeln, wenn das entspannende Lächeln in sie hineinfließt. Dann lassen wir es wieder an der Innenseite der Arme hinauffließen, über Unter- und Oberarme bis in die Achseln und von dort wieder zurück zur Mitte des Rückens.

Von dort strömt es an der Wirbelsäule entlang den Rücken hinunter, und verteilt sich im Kreuz und dem Rücken, bis in den Po und in die Oberschenkel, dann die Beine hinunter, an den Knien entlang durch die Waden bis in die Fersen.

Von dort fließt es in die Fußsohlen bis an einen Punkt in der Mitte der Fußsohlen. Wir atmen bis in diesen Punkt hinunter und stellen uns vor wir die gesunde Luft beim Einatmen bis in die Füße fließt.

Dann gehen wir zurück zum Gesicht und stellen wir uns wieder vor, wie sich das heitere, entspannte Gefühl wieder vom Gesicht aus wohlig ausbreitet und nun nach vorne über das Kinn zum Hals fließt, der sich dann lockert und entspannt, wie alle Stellen durch die unser Lächeln fließt.

Vom Hals verteilt es sich bis in die Schlüsselbeine und strömt angenehm über die Brust hinab bis in den Bauch, wo sich alle Muskeln lockern und entspannen.

Vom Bauch fließt es weiter in den Unterbauch und teilt sich dort um vorne an den Beinen hinabzufließen. Von den Oberschenkeln in die Knie, von den Knien in die Unterschenkel und von den Unterschenkeln in die Füße bis an die Zehen. Dann strömt es an der Fußsohle entlang, bis in die Mitte, um sich unter dem Fuß mit den ersten Punkt zu treffen.

Wir atmen bis in diesen Punkt hinunter und stellen uns vor, wie die gesunde Luft beim Einatmen bis in die Füße fließt.

Dann gehen wir ein drittes Mal zurück zum Gesicht und stellen wir uns wieder vor, wie sich das heitere, entspannte Gefühl wieder vom Gesicht aus wohlig ausbreitet. Wir schicken es nun mit unserem Speichel beim Schlucken hinab ins Körperinnere und spüren, wie sich dieses heitere entspannte Gefühl im Inneren ausbreitet. Es fließt wohlig warm und angenehm durch unser Herz und Lungen. Dann strömt es sich heiter und entspannend durch die Bauchhöhle und durchdringt dort klar und freundlich alle Organe mit warmem entspanntem Gefühl. Es fließt dort wie ein zärtliches Streicheln durch Leber, Galle und Milz, durch Pankreas und Magen, durch Nieren, Därme und Blase.

Von dort fließt es weiter in den Unterbauch und ins Innere der Beine hinein, durch die Knochen und das Knochenmark der Oberschenkel, der Knie und der Unterschenkel, bis in die Füße. Dann strömt es an der Fußsohle entlang, bis in die Mitte, um sich unter dem Fuß mit den anderen Bahnen zu treffen.

Wir atmen bis in diesen Punkt hinunter und stellen uns vor, wie die gesunde Luft beim Einatmen bis in die Füße fließt.

Dann stellen wir uns vor, wie sich von dort, an unseren Fußsohlen dicke, tiefe Wurzeln bilden, die wie bei einem starken Baum tief hineinreichen ins Erdreich und dort wachsen und sich verwurzeln, um wie Baum das Wasser und die Nahrung die Kraft der Erde in uns hineinzuholen, damit wir uns stark und gesund fühlen, wie ein großer Baum. Wir lassen die gesunden Kräfte aus der Erde in uns hineinströmen und ziehen sie bis in die Mitte unsers Körpers, wo sie sich nährend und heilend verteilen.

(Wenn wir wollen, können wir nun die Arme erheben)

Dann stellen wir uns vor, wie sich am Kopf und dem Oberkörper Zweige und Äste mit grünen Blättern bilden, die das wärmende, klare Sonnenlicht in sich aufnehmen und die Kraft aus der Sonne und Luft tief in sich einziehen, bis ins Körperinnere, wo sie sich warm, hell und klar verteilen und heilen.

Wir lassen nun die Kräfte aus dem Erdreich und dem Himmel von unten und oben in uns hineinströmen und sich in der Körperhöhle mischen und vereinen, wie Yin und Yang. Während wir spüren, wie wir die Kräfte aus Erde und Himmel aufnehmen, tun wir drei tiefe Atemzüge. Ein und aus, ein und aus, ein und aus...

Dann ziehen wir unsere Wurzeln wieder in unsere Beine hinein und nehmen die Kraft mit, die sie enthalten. Und auch die Zweige und Blätter ziehen wir wieder in uns hinein und nehmen ihre Energien in uns auf.

Wir atmen tief durch und öffnen die Augen und stellen fest, wie hell es um uns geworden ist. Dann reiben wir die Hände und legen die warmen Handflächen auf den Bauch um die gesunde Wärme tief in uns aufzunehmen.

Entspannungsübungen:

 

Beginne den Kopf und das Gewicht zu entspannen, „fühle“ dich in jedes Körperteil, fühle wie es entspannt.

 

Die Schultern hinunter, Arme, Hände, Rücken, Po, Beine, Füsse dann wieder hinauf vom Kopf zur Brust, Bauch, Becken einschließlich Analmuskulatur.

 

Schwingende Hände:

 

In den meisten dieser Übungen sollten alle schwingenden Bewegungen ohne Muskelkraft in den Armen sein,

lass deine Arme und Hände hängen und schwingen wie die einer Spielzeugmarionette.

Zuerst vor- und dann rückwärts.

 

 2.      Atme tief ein während Arme und Hände neben deinem Kopf nach oben gehen.

Dann beuge dich sanft noch vorn, während der Ausatmung lass deine Arme fallen und hinter den Rücken schwingen.

 

3.      Zeichne grosse Kreise neben deinem Körper, 3 vor- und 3 rückwärts.

 

4.      Nimm die Hände hoch neben deinen Kopf mit Blick nach links,

schwinge nach unten.

           

Dann tu dasselbe zur Rechten und schwinge nach unten.

 

5.                  Hebe die Arme bis zur Schulterhöhe, einer zeigt nach vorn, einer zurück

Bewege sie in entgegengesetzter Richtung:

Linker Arm im Uhrzeigersinn, rechter entgegenläufig.

Dann wechsle =  rechter Arm im Uhrzeigersinn .......

 

6.                  Die Arme in eine Richtung schwingen, Handteller nach oben und ein Bein (ruhend auf der Ferse) zeigt in diese Richtung.

Dann den Körper zur anderen Seite drehen, dabei Bein und Arme seitlich nach oben schnellend (Handteller nach oben).

 

Beginne den leicht klopfenden Teil der Übung:

 

Drehe deinen Körper nach links und rechts, während deine Arme schwingen – absolut ohne Muskelkontrolle, klopfe leicht deine linke und rechte Seite des Beckens.

 

Beschleunige ein wenig, dass nun deine Hände die Hüften leicht klopfen.

 

Dann lass dich etwas in die Knie sinken, so dass sie nun deinen Oberkörper berühren. Nächster Schritt, tiefer wieder, lass sie deine Arme klopfen.

 

Dann sinke noch tiefer und lass deine Hände höher fliegen; eine unter die Achsel, die andere auf die Schulter.

 

Dann wechsle die Körperbewegung aus der Drehung in Vor- und Rückwärtsbeugen und lass die Hände auf gleicher Seite unter die Achsel und die Schulter klopfen.

 

Schliesslich bewege einen Arm nach vorn über die Schulter; die andere den Rücken hinauf, versuche, dass sie sich treffen.

 

ATEMÜBUNG:

 

Während langsamen Einatmens hebe deine Hände vor dem Körper, drehe sie nach aussen und aufwärts, beim Erreichen der Brusthöhe; schau hinauf zu den Händen und folge allen Bewegungen mit voller Aufmerksamkeit, denke nichts anderes. Wenn die Hände den höchsten Punkt ereichen über deinem Kopf, teile sie und bringe sie langsam hinunter, wieder in einem weiten Kreis, während Du dich aufs Ausatmen konzentrierst.

 

Das CHI KONTROLLIEREN:

 

In dieser Übung wird ein- und ausgeatmet durch die Nase.

 

Zuerst schliesse deine Augen. Bringe deine Hände langsam in einer öffnenden Bewegung nach jeder Seite deines Oberschenkels, Handflächen zunächst vorwärts, dann aufwärts, atme ein.

 

Setze die Bewegung und das Atmen fort, während die Hände langsam in einem grossen Kreis aufwärts gleiten bis sie den Punkt über deinem Kopf erreichen und die Handflächen sich verbinden.

 

Beginne langsam auszuatmen während Du deine Hände vor deinem Körper hinabgleiten lässt in eine verharrende Position, die aussieht wie eine indische oder thailändische Begrüssungsbewegung.

 

Wenn deine Brust erreicht ist, drehe die Hände vorwärts und hinunter, dann setze die Bewegung fort, bis Du in der Höhe des Nabels bist. Plaziere sie da, mit Handtellern gekreuzt ca 3 inches unter dieser Ebene. Konzentriere dich auf diesen Punkt und atme mehrere Male langsam und tief.

 

SELBSTREGULIERUNG:

 

Hebe die Hände, mache Fäuste, beuge Ellbogen und strecke den Kopf und das Genick hoch und zurück, beuge die Wirbelsäule einwärts so wie beim bequemen Gähnen an einem engen Ort, gleichzeitig einatmen.

 

Dann beuge dich nach vorn, bringe die Hände vor die Füsse während Du langsam ausatmest und kauere dich nieder.

 

Sinke ganz in eine kauernde Position, Hände auf dem Boden, Kopf hängend, jeder Muskel entspannt, der ganze Körper nur gestützt von den Beinen und den gefalteten Armen.

 

Lass alles „hängen“ und atme langsam.

 

Nach 30 – 60 Sek. Oder so, strecke dich nach oben nur mit dem Po bis die Beine gerade sind, aber der Rest des Körpers hängt noch leicht schwingend.

 

Nicht die Genick- oder andere obere Muskulatur benutzen.

 

Dann = beuge dein Genick mit  dem Gesicht nach vorn schauend und forme eine gerade Linie mit der Wirbelsäule.

 

Beine und Torso sollten einen 90 Grad Winkel formen. Arme hängen.

 

Dann beweg den Oberkörper wieder in eine stehende Position und ziehe Schultern und Arme leicht zurück zum Strecken.

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DIE 8 BROKATE:

 

  1. Den Himmel stützen
  2. Bogenschiessen vom Pferderücken
  3. Eine Hand reguliert Milz und Magen
  4. Drehe den Kopf um die Fersen zu sehen
  5. Boxende Pose mit sicherem Greifen und weiten Augen
  6. Schweifender Kopf und Po nach links, zur Mitte und rechts
  7. Stehen auf den Zehen und Heben der Hacken
  8. Die Zehen berühren.

 

6 HEILLAUTE:

 

Alle Laute entstehen in der Ausatmungsphase, alle 6mal wiederholen.

 

  1. DER „XU“ (KSU) Laut für die Leber - Element Holz.

Kreuze die Hände /Handteller) vorderes „Tau Tien“.

Hebe den Kopf und schaue hoch während Du einatmest.

Beim Ausatmen lockere den Kopf und schaue mehr und mehr hinunter, sodass Du einen Halbkreis von ca. 180 Grad geformt hast mit deiner Blickbewegung.

Schaue immer so weit wie möglich.

 

  1. Der „HE“ Laut für das Herz – Element Feuer.

Hebe beide Hände an die Seiten bis sie in Höhe mit den Schultern sind. Während dem Ausatmen mit dem „HE“ Laut beuge Ellbogen mit Händen inwärts jede einen Halbkreis beschreibend bis sie vor der Brust sind, Handteller erdwärts.

Dann senke sie langsam bis die die Seiten deines Beines erreicht haben.

 

  1. Der „HU“ Klang für die Milz - Element Erde.

Hebe die Hände vor deine Brust, Handteller hoch und dann drehe sie nach aussen. Dann drückt die linke Handfläche zum Kopf einen 45 Grad Winkel nach oben un die rechte einen 45 Grad Winkel zu den Beinen. Die Augen folgen der oberen Hand. Atme aus „Hu“.

Arme gleiten langsam nach unten bis sie wieder normal hängen.

 

  1. Der „SSSS“ Laut für die Lunge – Element Metall.

Hebe die Hände (Handfläche nach oben) bis zur Brusthöhe, drehe sie und drücke sie nach aussen in die „gekreuzte“ Position. Die Arme sind in einer Linie, aber mit 90 Grad Winkel zwischen Hand und Handgelenk; während dem Ausatmen lasse die Hände langsam sinken, bewege Arme und Hände hinunter, in einer Linie bis sie die normal hängende Pose erreichen.

Der Kopf ist erhoben während dem Einatmen und langsam gebeugt während dem Ausatmen.

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  1. Der „Blas.“ Laut für die Nieren – Element Wasser.

Während dem Einatmen nimm die Hände mit den Flächen zusammen hinter deinen Rücken, teile sie und lass sie leicht an den Nieren hinaufgleiten und weiter, bis sie beide bei der Brust sind mit den Flächen nach unten zeigend.

Lass sie langsam hinabgleiten, während mit dem Klang des „Ausblasens einer Kerze“ ausgeatmet wird, und langsam tiefer sinken hinunter und beuge die Knie und den Rücken rund zurück bis die Handflächen die Knie berühren.

Dieser Klang (Laut) ist nicht zu empfehlen ohne die anderen fünf.

 

  1. Der „XI“ (hsi) Laut für den dreifachen Wärmer.

Die Hände erheben bis zur Schulter-Brust Höhe und atme ein, dann wenn durch die Nase ausgeatmet wird, forme einen Kreis um die Hände zu vereinen zum „Buch lesen“. Hebe sie hinauf zum Gesicht, in einer „Trinken aus der Reisschale“ Position, während Du wieder einatmest und das Gesicht mit den Händen bedeckst und die Hände höhergleiten und atme aus mit dem „Xi“ Laut während die Hände vor deinem Körper hinabgleiten, die Fingerspitzen berühren sich leicht, Handflächen zeigen zu deinem Körper.

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Letzter Update: 02 May 2003