Über den Puls

von Zhao Shao-Qin

 

Mein ehrwürdiger Vater sagte 1930 in einer seiner Reden einmal, „Den Puls zu diagnostizieren, bedeutet nicht nur einfach einen Puls heraus zu bekommen, sondern das Aufspüren von einer Krankheit“.

 

Um den Puls zu diagnostizieren und die Krankheit mit ihrem Ort, die Art des Pulses – seiner Fülle oder Leere – Hitze oder Kälte – sein Innen oder Aussen – Qi oder Blut – festzustellen und schliesslich daraus klar zu diagnostizieren, ob bei der Krankheit ein zuviel oder ein zuwenig existiert, schliesslich auch festzustellen, wo die Krankheit ist und am Schluss darüber im Klaren zu sein, welche Art von Krankheit es ist, dies alles bedeutet es, den Puls zu diagnostizieren.

 

Wenn es z. B. im Biao eine Krankheit gibt und es ist hierbei unabhängig davon, ob es sich um Wind-Kälte oder Wind-Hitze handelt, so ist das Auftreten des Pulses mit Sicherheit in der obersten Ebene.

 

Bei febrilen Infektionskrankheiten, den sogenannten Wen Bing, sofern dass der Abschnitt des Wei befallen ist, so handelt es sich auch um eine Biao-Erkrankung und daher finden wir auch den Puls in der obersten Ebene. Wenn nun der Puls oberflächlich und gespannt ist so besteht Wind-Kälte, ist der Puls langsam oder gemächlich, so ist es Wind-Leere; ist der Puls aber oberflächlich und verlangsamt so ist es ein Schlag des Windes (Zhong-Feng) und ist der Puls oberflächlich und beschleunigt so finden wir Wind-Hitze vor usw. Aber nur aufgrund dessen, dass wir einen oberflächlichen Puls feststellen, können wir noch nicht feststellen, um welche Krankheit es sich handelt.

 

Wir müssen ausserdem klar herausfinden, wie der Zustand zu den 8 Leitkriterien passt, die da wären Biao und Li, Hitze und Kälte, Fülle und Leere,  sowie Blut und Qi. So ist z.B. ein oberflächlicher und schlüpfriger Puls ein Hinweis auf Wind und Schleim. Ein oberflächlicher und saitenförmiger Puls ein Hinweis auf Wind in Kombination mit z.B. Leberstau, ein oberflächlicher und beschleunigter Puls ist ein Hinweis auf Wind-Hitze usw..

 

Aber um ein vollständiges Bild einer Erkrankung zu erhalten, müssen wir ausserdem noch die dritte Form eines Pulses herausfinden. Beispielsweise oberflächlich, schlüpfrig und beschleunigt weist auf Wind, Schleim und Hitze; oberflächlich, gespannt und seitenförmig, auf Wind, Kälte und Schmerz im Körper. Auf diese Art und Weise kann es sein, dass es immer noch nicht genügt, was wir wissen, und dass wir ausserdem noch schauen müssen, wie die Konstitution des Patienten oder die Prognose und Veränderung der Krankheit aussieht.

 

Dazu müssen wir noch den vierten Puls herausfinden, beispielsweise oberflächlich, schlüpfrig, beschleunigt, aber beim Pressen in die unterste Ebene finden wir einen seitenförmigen, feinen Puls vor. Dies ist schon weitaus klarer, da der seitenförmige Puls ein Hinweis auf Leberstau ist, der feine Puls aber ein Hinweis auf Leere des Blutes.

Dieses Pulsbild sagt uns also, dieser Mensch hat von seiner Wurzel, seiner Konstitution her, eine Blutleere und eine Leber-Qi-Stagnation. Im Moment aber affektiert ihn Wind-Feuer bzw. Schleim, der sich in Hitze umwandelt.

Wenn wir nun also beim Erstellen einer Rezeptur Arzneien gegen Wind-Hitze oder Schleim-Feuer verwenden, so müssen wir auch die Grundkonstitution berücksichtigen, bei der es sich um eine Leere des Blutes und einen Leberstau handelt. Mit anderen Worten, wir können beim Beseitigen von Feuer und Hitze nicht zu kalte Arzneien verwenden und beim Zerstreuen des Windes können wir mit Rücksichtnahme auf die Grundkonstitution des Patienten keine zu stark Wind-zerstreuenden Arzneimittel verwenden, da wir auf die Blutleere und den Leberstau Rücksicht nehmen müssen.

 

Daher sagte mein ehrwürdiger Vater immer, „Wenn wir einen Puls diagnostizieren müssen wir im Grunde genommen fünf verschiedene Arten des Pulses klar erkennen können und nicht nur einfach sagen, das ist so oder so ein Puls und danach gleich eine Rezeptur erstellen“.

 

Wenn wir nun also fünf verschiedene Arten des Pulses erkennen, genügt dies alles, um sich vollkommene Klarheit zu verschaffen?

 

Das ist nicht der Fall, denn wenn wir fünf verschiedene Arten des Pulses erkennen, so ist es zwar etwas klarer, aber wir müssen unbedingt auch ausserdem eine Zungendiagnose, eine Betrachtung des Gesichtes und der Gesichtsfarbe, der Haare, der Körperstatur usw. erstellen und durch diagnostische Befragung eine sichere Anamnese des Patienten erstellen, um einen therapheutischen Prozess zu beginnen.


Nur auf diese Weise können wir klar die Entwicklung der Krankheit erkennen, entscheiden welche Rezeptur wir erstellen und aufgrund unserer Erfahrung entscheiden, ob wir vollständige Klarheit über den Therapieprozess besitzen oder nicht. Ist dies nicht der Fall, dann haben wir auch nicht wissenschaftlich gearbeitet und können auch keine Krankheit vollständig behandeln. Wenn wir in der klinischen Praxis arbeiten, so ist es natürlich etwas schwieriger, mit Hilfe des Pulses auf einen idealen Wert zu kommen, der zu einer optimalen Therapie führt, doch wenn wir gleichzeitig auch die Inspektion, die diagnostische Befragung und die anderen Diagnosearten einsetzen, so wird das Bild etwas klarer und wir sammeln immer mehr klinische Erfahrungen an.

 

Die Diagnose des Pulses beruht absolut auf den Erfahrungen und der Sensibilität des diagnostizierenden Arztes und dieser wiederum sollte diese Kunst direkt und persönlich von einem Lehrer erlernt haben, so oft wie möglich die Pulsdiagnose zu praktizieren, um sich absolut sicher zu sein.

 

Zur Pulsdiagnose werden auch mindestens 50 Schläge pro Seite benötigt, um sich Klarheit über eine Krankheit zu verschaffen, wie schon Zhang Zhong-Ying vormals sagte: „Wenn man unter 50 Pulsschläge ertastet, so erhält man noch keine Klarheit, da den verschiedenen Pulsstellen auch verschiedene Pulse vorkommen können“. Dieses bedeutet, dass wir bei der Pulsdiagnose mindestens 50 Schläge pro Seite erkennen müssen, um die Hauptpulse und zusätzliche Pulse erkennen zu können, nur dann können wir uns Klarheit verschaffen und klare Therapieprinzipien erstellen.

 

Besonders mein Vater - nach vielen Jahren klinischer Praxis - kam zu folgendem Schluss: Die Einteilung der Pulsebenen kann auch in vier verschiedenen Ebenen erfolgen, nämlich oberflächlich, mittig, etwas tiefer und ganz tief, um deutlich unterscheiden zu können, ob es sich um Äusseres oder Inneres, Fülle oder Leere handelt. Dabei erklärte er,

bulletdie oberflächliche Ebene als zu dem Biao (Äusseren) gehörend,
bulletdie mittige Ebene als zum obersten des Inneren gehörenden
bulletdie darunterliegende etwas tiefere Ebene als zum Inneren gehörend und
bulletschliesslich beim Druck bis fast auf den Knochen als Hinweis auf die allertiefsten Prozesse im Organismus.

Man könnte auch sagen, die oberste Pulsebene (Fu) regiert das Biao (Äusseres), die allertiefste Pulsebene regiert das Li (Inneres) dazwischen liegen zwei Ebenen, die sich als zum Äusseren oder zum Inneren gehörige Mitte-Pulse darstellen.

 

Auch in den febrilen Infektionskrankheiten unterscheiden wir zwischen Wei, Qi, Ying und Blut, d.h. vier verschiedene Ebenen, so dass wir mit dieser Methode diese vier Ebenen auch unterscheiden können. Insgesamt können wir sagen, dass die oberste und die mittige Pulsebene funktionelle Erkrankungen widerspiegeln und die darunterliegende und die allerunterste Pulsebene eine Widerspiegelung von tieferliegenden und vollen oder schwereren Erkrankungen zeigt. Wenn wir beispielsweise akute und langandauernde Erkrankungen unterscheiden, Qi-Krankheiten und Blut-Krankheiten, äussere parthogene Infektionen oder innere Erkrankungen usw., bei all diesen können wir den Puls in vier  verschiedene Ebenen unterteilen, um grössere Klarheit zu erhalten. Um dies etwas mehr zu erläutern wollen wir nun im Einzelnen auf das Ertasten dieser vier Ebenen eingehen:

 

1.)        Die Ertastung der obersten Pulsebene (Fu) (~50-100g)

Der Arzt tastet nur mit leichtem Auflegen des Fingers, auf der überhalb des Radialisknochens liegenden Haut den Puls, woraus er ein Vorhandensein einer

Erkrankung im Äusseren (Biao) erhält, wie z. B. Shan Han-Erkrankungen, die sich noch im Tai Yang Stadium befinden, Wen Bing-Erkrankungen die sich noch im Wei Stadium befinden oder Erkrankungen die Atemwege gerade erst infiziert haben. Es versteht sich von selbst, das Ertasten eines Pulses auf der Fu-Ebene kann uns nur Auskunft geben über den Ort der Erkrankung; um eine vollständige Information über Art, Krankheitsverlauf zu erhalten, müssen wir auch noch die anderen Pulsebenen und Stellen klar erkennen. Beispielsweise ein oberflächiger und gleichzeitig schlüpfriger Puls, der für Wind und Schleim-Erkrankungen steht oder oberflächlich und beschleunigt für Wind-Hitze usw.. Ferner müssen wir noch einen Schritt weiter gehen und zwischen Fülle und Leere, Hitze und Kälte, Innerem und Äusserem, Blut und Qi oder stagniertem Schleim, stagniertem Mukos, Hitze-Stau oder Blutstase unterscheiden.

 

2.)        Die Ertastung des mittleren Pulses (~100-300g)

Wenn wir – nachdem wir die oberste Pulsstelle ertastet haben – etwas mehr Druck auflegen, d.h. von der Haut aus etwas tiefer in das Fleisch hineintasten, so erreichen wir die mittlere Ebene, wenn wir z.B. die oberste Ebene als den Druck von 3 Bohnen bezeichnen, so ist die mittlere Ebene etwa der Druck von 6 Bohnen, wodurch wir das Erreichen der Krankheit, der Qi-Ebene feststellen können oder Erkrankungen des Fleisches oder des Magens feststellen können. Nach der Theorie des Shang Han bedeutet Magen das Eindringen der Krankheit in das Stadium des Yan Ming, bei febrilen Infektionskrankheiten steht es für die Ebene des Qi.

 

Nach der Zang Fu Theorie handelt es sich um Krankheiten im oberen oder mittleren Erwärmer.

 

3.)        Die dritte oder tiefere Ebene des Pulses. (~300-500g)

            Wenn der Arzt den Puls fühlt von „Fu“, der oberflächlichen Pulsstelle, „Zhong“, der zweiten Pulsstelle und dann schliesslich zu „An“ dritte Pulsstelle etwas tiefer drückt (das Gewicht von 9 Bohnen), dann befindet man sich mit dem Druck im Fleisch, wo pathogene Faktoren die bis in die Tiefe vorgedrungen sind, reflektiert  werden, so wird es z.B. auch um Shang Han Lun als Bereich des Tai Yin beschrieben, bei den febrilen Infektionskrankheiten (Wen Bing) und in der inneren Medizin als Bereich von Leber und der Bereich der die Sehnen und Bänder regiert. Wie auch immer,  wenn man bis in den dritten Bereich den An den Puls gefühlt hat so findet man dort eine Krankheit die bereits ins Innere oder in den Bereich des Ying oder bis in das Yin des Menschen vorgedrungen ist.

  

4.)        Das Tasten der tiefsten oder vierten Pulsstelle (~500-900g)

            Von der Ebene des „An“ wird nun noch stärker gedrückt bis etwa das Gewicht von 12 Bohnen erreicht ist, um dort den Puls zu spüren, man drückt nun hier bereits auf Sehnen und Knochen, und findet hier Krankheiten, die bereits in die tiefsten Ebenen vorgedrungen sind, also auch im unteren Erwärmer, dem Bereich der Nieren und des Ming Men. Dieses entspricht im Chang Han Lon dem Bereich des Shao Yin und des Jue Yin. Hierbei sind die typischen Pulse für Shao Yin Krankheiten ein tiefer und feiner Puls, während der typische Puls für Jue Yin Krankheiten ein tiefer und seitenförmiger Puls ist. In den febrilen Infektionskrankheiten (Wen Bing) gehören diese Pulse zum Bereich des Blutes. Bei den inneren Krankheiten gehören Pulse dieser Art zu Krankheiten, die schon längere Zeit bestehen, das parthogen also schon länger in die Tiefe vorgedrungen ist und muss dann durch entsprechende Syndrom-Differenzierung genau diagnostiziert und behandelt werden. Dies bedeutet also wenn ein Puls bei einem Patienten erst in dieser vierten Ebene, der grössten Tiefe zu spüren ist, so liegen hier schon Krankheiten der Substanz oder organische Läsionen vor, was darauf hinweist, dass die Krankheit bereits in die Substanz vorgedrungen ist.

 

Nachdem wir nun schon in drei Abschnitten über den Puls und die Erfahrungen meines Vaters gesprochen haben möchte ich nun auch meine Erfahrungen der letzten Jahrzehnte mit einbringen, besonders in den letzten 20 Jahren gewonnene Erfahrungen:

 

Den Puls zu fühlen, kann man sich nicht zu einfach oder unkompliziert machen, man muss genau differenzieren zwischen oberflächlich, zweiter Ebene, dritter Ebene und Tiefe, diesen vier Pulsebenen, wobei die beiden oberen Pulsstellen Erkrankungen mit funktionellen Störungen widerspiegeln, die beiden unteren Pulsstellen hingegen, spiegeln Erkrankungen substanzieller Art und mit Veränderungen des Organismus wider. Genauso wie es bei der Zungendiagnose mit dem Zungenbelag und dem Zungenkörper ist.

Die vielen möglichen Veränderungen des Zungenbelages reflektieren alles in allem Veränderungen und Fragen der funktionellen Störungen, die Veränderungen des Zungenkörpers sind zwar nicht so viele, aber auch diese reflektieren genau Veränderungen im Körper und weisen uns daher auf substanzielle Erkrankungen hin. Die sogenannten funktionellen Veränderungen sind solche wie z.B. im Biao, der obersten Ebene des Körpers, im Wei-Bereich und dem Qi-Bereich, bei febrilen Krankheiten, wie z.B. Stagnation des Qis, Holz und Erde in Disharmonie, Stagnation des Leber-Qis, stagnierter Schleim, stagnierter Mokus, Probleme bei der Verdauung mit Magen und Darm usw, also solche Syndrome.

Wenn man dann beispielsweise Stagnation lösende, Qi bewegende Methoden verwendet, so kann man diese funktionellen Störungen gut beseitigen. Was die sogenannten substanziellen Veränderungen bei Krankheiten angeht, so sind dies solche wie konstitutionelle Yang-Leere, Erlöschen des Ming Men-Feuers oder Leere des Ying bei aszendierendem Yang, oder Krankheiten des Ying-Bereiches, oder Blut-Bereiches, sowie chronische Erkrankungen die bereits zur Leber oder Niere gehören, einen lange anhaltenden Mangelzustand der Quellen widerspiegeln, oder chronische Substanz aufbrauchende Erkrankungen, bei welchen man tonisierende und nährende Methoden verwenden muss oder Methoden, die die Quellen wieder auffüllen. Alles das sind also Erkrankungen, die substanzieller Art sind.

 

Die klinischen Erfahrungen zeigen uns, dass die beiden oberen Ebenen sich deutlich von den beiden unteren Ebenen in ihrem Ausdruck unterscheiden, genauer gesagt durch „Fu“ und „Zhong“ erhalten wir den Ausdruck und durch „An“ und „Chen“ erhalten wir den substanziellen Inhalt der Erkrankung, so dass obwohl eine Krankheit noch so kompliziert oder schwierig zu sein vermag, wir durch Unterscheiden der oberen und unteren Ebenen genau differenzieren können in Kälte und Hitze, Leere und Fülle, Yin und Yang.

 

Um zwischen scheinbaren und echten Reflektionen im Puls zu unterscheiden, zogen die berühmten Ärzte des Altertums das Fühlen des Pulses in der Tiefe im Besonderen zu ihrem Urteil hinzu, wie z.B. Zhu Dan-xi in seinem „Se Mai Lun“ (Über den rauhen Puls) erklärt: „Der rauhe Puls wird oft bei falscher Kälte (Yang-Leere) gefunden, doch kann er auch eine auszehrende Hitze widerspiegeln, wenn der Arzt nun beim Tasten des Pulses in den oberen Ebenen keine Kraft des Qi wiederfindet, so scheint es auf Leere oder Kälte hinzuweisen. Wenn er nun blind mit starken Arzneien therapiert und die Hitze nicht ins Äussere getrieben wird, so wird eine leichte Erkrankung schwer und eine schwere Erkrankung kann zum Tode führen. Wie ist das möglich?

 

Das Leben des Menschen beruht auf Blut und Qi. Nun kann durch gestaute Emotionen oder durch zu deftiges Essen sowie durch Behinderung des Schwitzens oder zu stark tonisierende Arzneien das Qi zum Aufwallen und das Blut zum Erhitzen gebracht werden. Das Klare wandelt sich dann in Trübes und es entsteht Schleim oder Schleim-Mokus Ansammlung, wodurch die Gefässe verstopft werden und der Puls sich nicht mehr hindurch bewegen kann. Dadurch entsteht ebenfalls ein rauher (Se) Puls, doch wenn man diesen beim Druck auf den Knochen genau differenziert, so stellt man fest, dass er kraftvoll ist und beschleunigt, wenn man dann die Form des Pulses und andere Zeichen für Hitze wiederfindet, so besteht hier in jedem Falle eine chronische auszehrende Hitze.

 

Der rauhe Puls weist auf Leere des Blutes oder des Ying hin, was oft auf falsche Kälte zurück zu führen ist, doch wenn man beim Ertasten in der Tiefe auf den Knochen einen kraftvollen und auch noch beschleunigten Puls findet, so weis man dass es sich hierbei nicht durch die Yang-Leere entstandene Kälte handeln kann, sondern durch alten Schleim entstandene Blutstase, die die Gefässe verstopft und durch das Anhalten dieser Verstopfung den Stau in Hitze umwandelt, die sich im innersten des Li versteckt, so dass man hier von hartnäckiger auszehrender Hitze spricht. Wenn man nun nicht genauestens bis auf den Knochen tastet, wie soll man dann herausfinden, dass es sich um eine hartnäckige Hitze im Körper handelt, die den Körper auszehrt? Dies zeigt uns wie wir uns beim Pulsfühlen auf die Erfahrung und Essenz unserer Vorfahren verlassen können.

 

Geschrieben 1930
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Letzter Update: 02 May 2003